Polaroids
Magie des Tanzens

WILD SPIRITS - WORUM GEHT ES?

Wild Spirits ist eine Einladung an jeden, die Magie, die Freude, die Kraft, das Herzvolle und das zutiefst Heilsame im Tanz zu entdecken. Das Kostbare an dieser Veranstaltung ist der offene Raum, Dich in Deinem Tanz immer wieder neu und authentisch zu erfahren und zu finden: Niemand schreibt Dir irgendeine Bewegung vor, es gibt keinerlei Erwartung an Dich und es gibt nichts, was Du in Deinem Tanz nicht ausdrücken dürftest! Um Dich herum findest Du einen Haufen lebendiger Mit-Tänzer, die genau dafür kommen und Dich einladen, mit ihnen zusammen auf diese Reise zu gehen.

Zu Beginn leitet Shakya eine kleine Bewegungs- und Gewahrseinsmeditation an, die es Dir leichter macht, Dich zu erden, Dich in Deinem eigenen Körper zu spüren und Deinen Tanz von innen heraus entstehen zu lassen. Die Musik, die dann folgt, trägt Dich durch alle Epochen, Stile und Kontinente. Von zarten, stillen Stücken bis zu wilden, fetten Beats ist alles dabei. Du bist frei, Dich von der Musik und Deinem Herzen immer tiefer führen zu lassen und Deinen bewegten Körper zu genießen. Ob Du das für die gesamte Veranstaltung nur für Dich an einem Platz tust oder im Kontakt mit anderen – erlaubt ist, wonach Dir heute ist!

Als besonderen Leckerbissen bietet Shakya diesen Nachmittag mit wechselnden Musiker mit Live-Musik an. Weitere Infos dazu hier.


TANZEN IST NICHT GLEICH TANZEN

ein persönlicher Bericht von Shakya

ShakyaWie so viele Menschen bin ich groß geworden mit vielen Ideen, Vorgaben und Urteilen darüber, wie ich zu sein hätte, was sich gehört und nicht gehört, was ich fühlen und ausdrücken darf, womit ich Anerkennung gewinne, was tabu ist, was ich besser für mich behalte oder verdränge und womit ich mich blamiere. Diese Strukturen saßen mir so tief in Fleisch und Blut, dass ich von Jugend an als fleißiger Disco- und Partygänger Tanzen nur kannte als etwas, das zwar irgendwie meine Seele berührte, aber sich konsequenterweise hauptsächlich um die Frage drehte, wie es "cool" aussieht.

Nachdem ich auf diese Weise bis Ende 20 unterwegs gewesen war, stellte sich für mich in einem Workshop plötzlich eine gewaltige Herausforderung: mit verbundenen Augen eine Stunde lang zu tanzen und dabei den Tanz nur von innen heraus entstehen zu lassen und alle inneren Urteile darüber, wie das wohl aussehen würde, zu ignorieren. Während dieser Stunde starb ich mehrere Tode vor Scham, Unsicherheit und mich-lächerlich-fühlen. Wie heilsam! Ich durfte entdecken, was Tanz seitdem für mich ist: ein wundervolles, göttliches Geschenk, um das Lebendige in mir bedingungslos zu lieben, zu feiern und zu teilen.

Auch heute noch darf ich mich beim Tanzen immer wieder darin üben, mich durch alle Schichten hindurch fallen zu lassen, die dieses Geschenk so schnell verdecken: Urteile über mich selbst und andere, die Sehnsucht nach einer bestimmten Qualität von "mich gut fühlen", Enttäuschung darüber, wenn "es nicht fließt", Lustlosigkeit, große Anspannung oder einfach so viele Gedanken, dass ich gar nichts spüre… Immer wieder gilt es für mich dann, mich an einen kostbaren Schlüssel zu erinnern: das willkommen zu heißen und auszudrücken, was gerade da ist – egal was es ist! Jeden Augenblick neu in den Körper hinein zu lauschen und zu würdigen, was er mir erzählt. Alle Ideen loszulassen, dass dieses oder jenes jetzt gerade nicht hierher passt. Oder dass ich doch jetzt endlich mal wie alle anderen mehr so und so tanzen sollte…

Und dann, wenn ich alles das wirklich losgelassen habe, kann es passieren. Plötzlich taucht irgendwo in meinem Körper der Funke auf, verschiedenste Gefühle durchfluten mich, tanzen ihren Tanz, und verabschieden sich wieder. Der Atem wird frei, ich sehe überall um mich herum das bunte Leben in Bewegung und spüre die tiefe Dankbarkeit dafür aufsteigen, dass die Existenz mir das Tanzen geschenkt hat.